LÜGT DEINE WAAGE?
HIER ERFÄHRST DU, WAS DIE ANZEIGE DIR NICHT VERRÄT, WENN DU SCHNELL ABNEHMEN MÖCHTEST

Rast Dein Puls und läuft es Dir kalt den Rücken runter, wenn Du langsam auf die Waage steigst, um zu überprüfen, wie sich Dein Gewicht entwickelt hat?

Viel zu viele Menschen, die schnell abnehmen wollen, nehmen die angezeigten Zahlen zu ernst. Dies führt oft zu Missverständnissen, zu Frust und übereilten Entscheidungen.

Dabei gibt es durchaus einen Grund aufzuatmen: Die Anzeige der Waage allein sagt nämlich nichts darüber aus, was wirklich in Deinem Körper geschieht. Es sei denn, Du kombinierst die Waage mit anderen Werkzeugen – ansonsten sind Zahlen einfach nur Zahlen.

Bevor wir weiter darauf eingehen, wobei Dir die Waage überhaupt helfen kann, lass uns erst einmal hervorheben, wobei sie Dir NICHT helfen kann:

  • Eine Waage unterscheidet nicht zwischen dem Gewicht von Fett und Muskeln
  • Eine Waage berücksichtigt keine Wassereinlagerungen (die mehrere Ursachen haben können)
  • Eine Waage erkennt keine Änderungen im Glykogen-Niveau
  • Eine Waage weiß nichts über versteckte Kilos im Darm
  • Eine Waage zeigt den reellen Fettverlust nicht an

Jetzt, da wir zusammengefasst haben, was Ursachen für Schwankungen auf der Waage sein können, lass uns die Punkte einzeln betrachten.

schnell abnehmen

Personal Trainer Joan Lang (Foto) ist Mitautorin des Artikels. Zusammen mit ihrem Mann Kasper steht sie hinter Fortius Fitness. Das Paar hat zusammen mehr als 30 Jahre Erfahrung als Personal Trainer. Joan hat drei Geburten hinter sich und konnte mit dem richtigen Training selber eine Reihe von körperlichen Problemen bewältigen, die sie beeinträchtigt haben, als sie jünger war. Du kannst hier mehr über Joan und Fortius Fitness lesen.

ES GIBT EINEN UNTERSCHIED ZWISCHEN DEM VOLUMEN VON FETT UND MUSKELN IM VERHÄLTNIS ZUM GEWICHT

Körper können auf der Waage exakt das Gleiche wiegen – und doch völlig unterschiedlich sein! Lass uns in diesem Zusammenhang zwei Frauen vorstellen: Beide sind gleich alt, beide sind 160 cm groß und beide wiegen 65 kg. Der Unterschied ist jedoch, dass die eine Frau in Kleidergröße 36 passt, während die andere Größe 42 tragen muss. Stehen sie nebeneinander, ist die eine deutlich runder geformt als die andere.

Die Erklärung dafür ist einfach und hat etwas mit der Körperzusammensetzung zu tun, das heißt: dem Verhältnis zwischen Muskelmasse und Fett. Für unsere beiden Frauen bedeutet dies, dass die Frau mit Größe 42 etwas übergewichtig ist – nicht unbedingt dick, aber das, was man als „mollig“ bezeichnet. Die Frau mit Größe 36 hingegen ist schlank und definiert.

Die mollige Frau hat mehr Fett als die schlankere Frau, während die schlankere Frau mehr Muskeln als die mollige Frau hat.

Die Erklärung dafür, weshalb beide Frauen das Gleiche wiegen, ist ganz einfach: Fett hat mehr Volumen als Muskelmasse, die im Vergleich strammer und kompakter ist. Deshalb ist die Frau mit Kleidergröße 36 deutlich definierter als die Frau mit Größe 42, die molliger und weicher wirkt.

Das erklärt auch, warum Frauen mit mehr Muskeln das Gleiche wiegen, aber dünner aussehen – und warum Du Deiner Waage nicht allein trauen darfst. Das, was sie anzeigt, sagt nämlich nichts über Deine Körperzusammensetzung aus!

Aber stell Dir trotzdem vor, welche Sorgen sich die Frau mit Kleidergröße 36 gemacht hat, als sie morgens auf die Waage gestiegen ist.

Die durchschnittliche deutsche Frau ist laut statistischem Bundesamt (2011) ungefähr 163 cm groß und wiegt 71 kg.

Aber nicht alle Frauen mit diesen Körpermaßen sehen auch gleich aus – eben aufgrund der unterschiedlichen Zusammensetzung der Körper.

Deswegen geht es letztendlich immer darum, Muskelmasse aufzubauen und Fett los zu werden, wenn man schnell abnehmen möchte – auch wenn man eine Frau ist!

WASSEREINLAGERUNGEN IM KÖRPER

Wassereinlagerungen können verschiedene Ursachen haben. Die häufigste Ursache ist die Salzaufnahme. Eine salzreiche Ernährung kann schnell zu aufgequollenen Beinen und Armen oder einem aufgeblähten Bauch führen, oft betrifft es aber auch den gesamten Körper.

Viele Frauen denken dann, sie haben überschüssiges Fett angesetzt, aber in Wirklichkeit sind es Wassereinlagerungen, die von Salz verursacht wurden, weil Schwankungen in der Salzaufnahme eine sofortige Wirkung haben.

Neben der Salzaufnahme gibt es noch viele weitere Ursachen für Wassereinlagerungen.

Bei Frauen kann der Menstruationszyklus eine entscheidende Rolle spielen, deshalb empfehlen wir Frauen grundsätzlich, sich während der Menstruation nicht zu wiegen.

Stress und Schlafmangel können eine weitere Ursache sein. Chronischer Stress und schlechter oder fehlender Schlaf können Wassereinlagerungen hervorrufen, weil sich die Menge des Hormons Kortisol erhöht.

Oft ist es auch das warme Klima, auf das Frauen reagieren. In diesem Fall wird die Wassereinlagerung sogar über lange Zeit eingespeichert.

Darüber hinaus können Medikamente die Einlagerung von Wasser begünstigen, zum Beispiel Anti-Baby-Pillen, Hormonbehandlungen, Antidepressiva und blutdrucksenkende Medikamente.

Es kommen also sehr viele Faktoren in Frage, die Einfluss auf die Wassereinlagerungen im Körper haben. Deswegen ist es wichtig, den Zahlen auf der Waage nicht allzu viel Beachtung zu schenken.

Hier ist ein Beispiel, um das Obenstehende zu illustrieren:

gesund abnehmen

Zwischen diesen beiden Bildern von Joans Bauch liegt nur eine Woche. Und der einzige Unterschied ist WASSER.

Viele werden automatisch denken, dass Joan zwischen dem Vorher- und dem Nachher-Foto abgenommen hat. Aber der einzige Unterschied ist eine Kombination aus einer Dysbalance im Flüssigkeitshaushalt und einem aufgeblähten Bauch als Folge eines zucker- und salzreichen Tages.

Es ist verständlich, dass viele Frauen in Panik geraten, wenn sie den obigen Effekt bei sich selbst beobachten. Sie glauben, die Veränderung habe etwas mit Fett zu tun. Schlimmstenfalls geht es um mehrere Kilos!

Doch es ist für den Körper völlig normal, mit Wassereinlagerungen zu reagieren, wenn die Nahrung für einen oder mehrere Tage von der normalen Ernährung abweicht.

Oft hört man dann, dass der Körper eine Detox-Kur bräuchte oder dass die Hormone durcheinander seien. Dabei reicht es meist vollkommen, eine Woche lang wieder normale und gesunde Nahrung zu sich zu nehmen. Die Wassereinlagerung verschwindet dann von allein.

ÄNDERUNGEN IM GLYKOGEN-NIVEAU

Kohlenhydrate werden als Glykogen – als Zuckerdepot – in den Muskeln eingelagert und binden mit jedem Gramm Zucker ungefähr vier Gramm Wasser. Hast Du eine kohlenhydratreiche Ernährung, bindest Du entsprechend mehr Wasser. Viele verwechseln das mit der Zunahme von Fett.

Genauso wirst Du das Wasser wieder verlieren, wenn Du weniger Kohlenhydrate zu Dir nimmst, wie es bei vielen Diäten der Fall ist.

Das führt in den ersten Tagen zu einem blitzschnellen Gewichtsverlust.

Aber was so gut auf der Waage aussieht, ist tatsächlich nur ein großer Wasserverlust. Deswegen stagniert der schnelle Gewichtsverlust nach einigen Tagen.

Aber weshalb das so ist, wird Dir Deine Waage nicht verraten.

VERSTECKTE KILOS IN DER VERDAUUNG

Obwohl es sich einleuchtend anhört, vergessen viele, dass ihr Gewicht sich erhöht, wenn sie vor kurzem eine Mahlzeit zu sich genommen haben. Auch wenn es nur Brokkoli und Karotten waren – jedes Essen wiegt etwas. Und wenn es sich auf dem Weg durch das Verdauungssystem befindet, macht sich das logischerweise auf der Waage bemerkbar.

Aber es sind nicht nur die Mahlzeiten, die Du vor kurzem zu Dir genommen hast, die sich im Verdauungstrakt verstecken. Auch frühere Mahlzeiten können sich noch in den Verdauungsorganen befinden, es verstecken sich also noch zusätzliche Kilos im Darm.

Deswegen nehmen viele nach einer Darmspülung ab. Das aber ist ein kontrovers diskutiertes Thema. Eine Darmspülung ist eigentlich nur zu empfehlen, wenn sie auch von einem Gastroenterologen verschrieben wurde. Ansonsten sehen wir keinen Grund, eine Darmspülung durchführen zu lassen, nur um abzunehmen.

Darmspülungen sollen neben dem Gewichtsverlust auch viele gesundheitliche Vorteile mit sich bringen. Für diese Behauptungen gibt es allerdings keinen wissenschaftlichen Beweis. Der Gewichtsverlust ist nicht auf den Abbau von Fett zurückzuführen.

Schwankungen im Wasserhaushalt, beim Glykogen-Niveau und bei der Verdauung sind nichts Ungewöhnliches, wir alle sind davon betroffen. Besonders häufig tritt das Problem an Feiertagen wie Weihnachten und Ostern auf – oder nach einem Urlaub, in dem wir uns anders und weniger gesund als sonst ernährt haben.

VERBORGENE FETTABNAHME UND FRUSTRATION

Wie bereits zuvor erklärt, wird die tatsächliche Fettabnahme oft von anderen Dingen, wie Wassereinlagerungen, versteckt. Das kann dazu führen, dass Du glaubst, Du hast kein bisschen Fett abgenommen, obwohl genau das Gegenteil der Fall ist.

Das führt schnell zu einer Kettenreaktion: Du spürst die Hoffnungslosigkeit, fängst aus Frust an zu essen und überspringst vielleicht ein Training – weil sowieso alles egal ist.

Im schlimmsten Fall führt es dazu, dass Du ganz aufgibst!

Die Waage kann Dich auch in die Irre führen, wenn Du durch Dein Training Muskelmasse aufgebaut und gleichzeitig Fett verloren hast – sich also Deine Körperzusammensetzung verändert hat.

Passiert auf der Waage nichts, bedeutet das in Wirklichkeit, dass Du die Menge an verlorenem Fett in Kilogramm an Muskelmasse zugenommen hast.

Hast Du stattdessen zugenommen, ist es Dir sogar gelungen, mehr Muskelmasse aufzubauen als Fett abzunehmen. Das ist gut für Dich, da Muskeln Dein ganz eigener, anpassbarer Fettverbrenner sind!

Deine Körperzusammensetzung hat sich verändert, obwohl auf der Waage nichts geschehen ist.

Es ist trügerisch, sich auf seine Waage zu verlassen, wenn man nicht analysieren kann, was im eigenen Körper passiert. Das kann Deine Motivation schnell in eine negative Richtung lenken, obwohl es gar keinen Grund dafür gibt.

Es ist sogar am besten, die Waage ganz wegzuschmeißen und sich ausschließlich auf den folgenden Prozess zu fokussieren. Dieser ist viel wichtiger als die Zahl, die die Waage anzeigt. Diese Zahl verrät Dir nicht wirklich, wie Dein Körper zusammengesetzt ist.

Das Gleiche kann man über die Methode des Body Mass Index (BMI) sagen. Viele Ärzte arbeiten zwar mit dem BMI, aber im Grunde handelt es sich dabei um eine genauso ungenaue Messmethode wie die Waage, da auch sie keinen Schluss auf die Körperzusammensetzung zulässt.

VERGISS DAS MASSBAND NICHT!

Ein Maßband ist ein unverzichtbares Werkzeug, wenn man wissen möchte, ob es voran geht. Die Anzahl der verschwundenen Zentimeter kann – über den ganzen Körper verteilt – erheblich sein, auch wenn die Waage stillzustehen scheint.

Hast Du nur ein Werkzeug zur Hand, sollte es das Maßband sein.

Benutzt Du die Waage, ist das Maßband genauso wichtig. Selbst wenn die Waage sich nicht bewegt, kann es sein, dass über den ganzen Körper verteilt mehrere Zentimeter verschwunden sind. Dann hat sich Deine Körperzusammensetzung verändert.

Miss deswegen an mehreren Körperstellen, zum Beispiel Oberarme, Bauch, Hüfte und Oberschenkel.

Aber was ist mit diesem Körperfettanteil, über den so viele reden?

Der Körperfettanteil ist ebenfalls ein hilfreiches Indiz beim Abnehmen. Allerdings sollte man eine Fettzange benutzen und wissen, wie man sie anwendet, damit man ein genaues Ergebnis bekommt. Deswegen ist es am besten, den Körperfettanteil bei einem Personal Trainer messen zu lassen, also bei jemandem, der es gewohnt ist, mit einer Fettzange umzugehen.

Misst Du den Körperfettanteil hingegen mit Geräten, die es auch für den Heimgebrauch gibt, oder mit Bioimpedanz-Waagen im Fitnessstudio, werden die Ergebnisse oftmals genauso ungenau wie mit der normalen Waage – schlicht und ergreifend weil sie den H2O-Gehalt im Körper nicht berücksichtigen und weil einige Waagen in Wirklichkeit nur den Ober- oder Unterkörper messen. Also mach einen großen Bogen um sie!

Aber das Wichtigste ist, dass Du mit Deinem Spiegelbild zufrieden bist – deswegen solltest Du auch auf andere Faktoren achten, zum Beispiel wie Deine Kleidung sitzt oder ob Du auf einmal den Gürtel ein Loch strammer schließen kannst.

BEFREIE DICH VON DEN FESSELN!

Es gibt keinen Grund, jeden Tag wie gebannt auf Deine Waage zu starren, denn es ist vollkommen egal, was die Zahlen auf der Waage anzeigen, wenn Du keine Ahnung hast, wie Deine Körperzusammensetzung ist.

Ohne diese kannst Du die Zahlen nicht in den richtigen Zusammenhang setzen.

Letztendlich geht es darum, wie Du Dich fühlst.

Geht es Dir fantastisch, kann es egal sein, was die Waage sagt, also lass sie nicht die Überhand gewinnen!

Umgekehrt ist es bedeutungslos, wenn die Waage eine tolle Zahl zeigt, es Dir aber schlecht geht und Du morgens mit Deinem Spiegelbild nicht glücklich bist.

Frag Dich selber:Du hast eine schlanken und definierten Körper, Dich fühlst Dich frisch, energiegeladen und selbstsicher. Was bedeuten die Zahlen auf der Waage dann? NICHTS!

Leider lassen sich viele Frauen von der Waage diktieren, was der Tag bringt. Hattest Du einen schlechten Tag auf der Arbeit, weil Du morgens mit rasendem Puls auf die Waage gestiegen bist, um sie danach in die Ecke zu schmeißen, weil sie Dir einen Wert zeigte, der Dir nicht gefällt?

Dann lass die Waage sein oder benutze sie zusammen mit Deinen Körpermaßen, um das Verhältnis zwischen Fett und Muskelmasse festzustellen!

Du wirst überrascht sein, wie viele Tage plötzlich wieder gute Tage sind.

MÖCHTEST DU MEHR DARÜBER WISSEN, WIE DU AUF EINE GESUNDE UND SCHNELLE ART ABNEHMEN KANNST UND WIE DU ES VERMEIDEST, DIR SELBER STÄNDIG EIN BEIN ZU STELLEN?
DANN HABEN WIR HIER NOCH MEHR FÜR DICH!

Fortius Fitness hat noch mehr wertvolle und kostenlose Informationen über die richtige Ernährung und das optimale Training für Dich, damit Du lernst, wie DU die besten Ergebnisse in kürzester Zeit erzielst. Im “Fortius Fitness Insider” kannst Du nachlesen, wie Du sowohl Dein Training als auch Deine Ernährung meisterst und so eine fantastische Transformation Deines Körpers einleitest – ohne gezwungen zu sein, gleich in einem Fitnessstudio zu wohnen oder Dich mit extremen Diäten herumzuschlagen. Alles, was Du dafür machen musst, ist hier zu klicken und Dich jetzt KOSTENLOS anzumelden!

TEILE DEIN NEUES WISSEN MIT DEINEN FREUNDEN – SIE WERDEN ES DIR DANKEN!