DIE GROSSE LÜGE

Viele denken, dass zum Beispiel bei Radprofis die Kilos aufgrund ihres Trainings nur so dahinschmelzen und dass sie dabei essen können, worauf sie Lust haben.

Aber wie der frühere Radrennprofi und Gewinner der Tour de France, Bjarne Riis, in einem Interview mit einem dänischen Fernsehsender zugab, ist genau das Gegenteil der Fall.

Reporter: “Musstest Du jemals hungern, um das richtige Gewichtsniveau zu erreichen?“

Bjarne Riis: ”Natürlich!”

Und nicht nur im Radsport haben die Sportler trotz regelmäßigem Cardio-Training Probleme, ihr Gewicht zu halten.

Wie die begabte Marathonläuferin Kim Raine einmal sagte:

Wie wir bereits im ersten Teil berichteten, trägt Ausdauertraining über längere Strecken – egal ob beim Laufen oder Radfahren – NICHT wesentlich zum Gewichtsverlust bei.

Um es noch einmal auf den Punkt zu bringen:

Cardiotraining verbrennt nur wenige Kalorien!

Ausdauertraining bringt während und nach dem Training nur einen minimalen Kalorienverbrauch mit sich, das Ergebnis: minimaler oder gar kein Fettverlust.

Und wenn man mal ehrlich ist, machen die meisten Menschen Ausdauertraining nur, um abzunehmen – und nicht, weil es ihnen Spaß macht.

Leider kann es, je mehr Ausdauertraining Du machst, sogar passieren, dass Du dabei – anstatt Fett zu verbrennen – sogar noch zusätzlich Fett einlagerst.

Und das ist ja wohl kaum das, was Du Dir wünschst.

Also ist Ausdauertraining NICHT der Weg zum Ziel, wenn Du das Maximum aus Deinem Training in adäquater Zeit herausholen möchtest.

Je schneller Du zu dieser Einsicht gelangst, desto schneller wirst Du Dein Ziel erreichen!

Deswegen bekommst Du in diesem Teil vom Insider drei Beispiele, die Dir zeigen, warum Du die Laufschuhe ins Regal legen und vom Spinnningrad absteigen kannst.

1. DIE GROSSE LÜGE IN FITNESSSTUDIOS

In vielen Fitnesstudios werden bestimmte Cardio-Übungen als fantastische Kalorienverbrenner angepriesen.

Sieh Dir nur die Anzahl von Ausdauergeräten im Fitnessstudio an, von denen es auch Varianten für zu Hause gibt.

Du kennst sie bestimmt.

Die mit dem Display, das angeblich anzeigen soll, wie viele Kalorien (kcal) Du verbrennst.

Mal ehrlich, schaust Du Dir diese Zahlen oft an, wenn Du auf so einem Gerät stehst?

Bevor Du mit dem Training auf dem Cardiogerät anfängst, musst Du Dein Gewicht eingeben – damit berechnet werden kann, wie viele Kalorien Du verbrennst.

Aber wenn Du glaubst, dass die angezeigte Zahl Dir tatsächlich angibt, wie viele Kalorien Du während Deiner Ausdauer-Session verbrannt hast, hast Du Dich getäuscht.

Die Gewichtseingabe dient nur dazu, Deinen Grundumsatz zu berechnen – also die Anzahl der Kalorien, die Du täglich verbrennst, z.B. auch dann, wenn Du zu Hause auf dem Sofa liegst.

Beispiel:

Der durchschnittliche Grundumsatz – also die Kalorienmenge, die der Körper bei völliger Ruhe benötigt, um zu funktionieren – liegt bei ungefähr 1.800 verbrannten Kalorien pro Tag.

Angenommen, Du trainierst 60 Minuten auf einem Crosstrainer und verbrennst 8 kcal pro Minute – laut Gerät hast Du dann 480 kcal verbrannt.

Ist das korrekt?

NEIN, weil die 480 kcal ja inklusive Grundumsatz berechnet wurden. Tatsächlich sind es 405 verbrannte Kalorien, weil wir ja den Grundumsatz von 75 kcal (= 1800 kcal geteilt durch 24 Stunden), den wir in einer Stunde sowieso verbrennen, noch abziehen müssen.

Für einige machen 75 kcal keinen so großen Unterschied aus, aber Du musst die Zahl in Relation zu etwas stellen, dass Dir den Unterschied verdeutlicht.

Leider ist das oft nicht die einzige Ungenauigkeit an solchen Geräten und der Kalorienverbrauch wird oftmals zu hoch angezeigt.

Dabei ist es unrealistisch, bei gemäßigter Bewegung ohne viel Krafteinsatz so viele Kalorien zu verbrauchen.

2. WAS VERBRAUCHST DU IN WIRKLICHKEIT?

Anstatt den „Berechnungen“ der Fitnessgeräte Glauben zu schenken, haben wir hier ein realistisches Berechnungsmodell, das Dich und Deine Aktivitäten mit berücksichtigt – MINUS er Kalorien, die Du sowieso verbrennst.

Wir haben Joans Zahlen in die Berechnung eingegeben als Beispiel für die üblichen Aktivitäten.

Das verbrennt Joan in Wirklichkeit:

Also werden durchschnittlich 422 kcal bei einer Stunde Training verbraucht.

Das bedeutet im Klartext:

Diese Form von Training hilft Dir kaum oder gar nicht, Fett zu verbrennen.

Denn:

In einem Kilo Körperfett stecken 7000 kcal.

Bei einer stabilen Kalorieneinnahme zur Erhaltung des Gewichts (bei der man also weder zu- noch abnimmt), dauert es für Joan …

16,5 Stunden (7000/422) um 1kg Körperfett zu verbrennen.

Also – trainiert Joan drei mal die Woche eine Stunde ausschließlich Cardio, benötigt sie über einen Monat, um ein Kilo Fett zu verlieren.

Das ist nicht motivierend!

Versuch selber, Deine Daten einzugeben und sieh, was Du bei den unterschiedlichen Aktivitäten verbrennst – niederschmetternd, oder?

Und vergiss nicht die Folgefaktoren beim Cardio-Training, die die Fettverbrennung noch zusätzlich eindämmen.

Das erklärt auch, warum Joan trotz zeitintensivem Training nicht abnehmen konnte.

Und auch, warum unsere Klientin Dorte, über die Du im vorherigen Artikel gelesen hast, immer mehr zugenommen hat, obwohl sie viel trainierte.

UND warum Joan zum Schluss mit Verletzungen und körperlichen Gebrechen zu kämpfen hatte.

3. DER RADRENNPROFI, DER NICHT ABNEHMEN KONNTE

Bist Du immer noch nicht davon überzeugt, wie wenig zielführend Ausdauertraining ist, um Deinem Fett zu Leibe zu rücken? Dann überzeugt Dich vielleicht folgende Geschichte.

Wie wir anfangs schon erzählten, müssen sich Radrennprofis regelrecht runterhungern, um abzunehmen.

Sie können kaum Fett verlieren, trotz der enormen Menge an Trainingseinheiten und mit einer Trainingsintensität, die normale Menschen NIEMALS leisten könnten.

Also bekommst Du hier Sebastians Geschichte, zusammen mit ein paar Zahlen:

Der professionelle Radrennfahrer Sebastian Lander war so nett und hat die Daten eines seiner Radrennen mit uns geteilt:

Volta a Portugal, ein Etappenrennen über 10 Etappen mit 1.700 km und … festhalten … 23.50 Höhenmetern. Das bedeutet, das Rennen ging bis in die ganz hohen Berge hinauf.

Wie er selber danach schreibt:

”In meinen 16 Jahren als Radprofi war es das absolut schwierigste Rennen überhaupt.”

Was hat Sebastians Leistung für sein Fettverbrennungs-Konto getan?

Wie Du sehen kannst, wurden fast 36.000 kcal in 47,5 Stunden mit Radfahren verbrannt.

Das ergibt 750 kcal pro Stunde. Davon müssen wir die Kalorien abziehen, die er sowieso in Ruhe verbrannt hätte.

Das ergibt dann eine Menge von ungefähr 650 kcal.

Dividieren wir ein Kilo Körperfett (7.000 kcal) durch die 650 kcal, ergeben sich knapp elf Stunden pro Kilogramm Körperfett.

Also braucht ein Radprofi, der das härteste Rennen seiner Karriere hinter sich hat, mit physischen Anstrengungen bis ans Limit elf Stunden, um ein Kilo Fett zu verbrennen.

Und das ist der Grund dafür, dass Sebastian damals Kasper aufsuchte, um Hilfe dabei zu bekommen, mit Krafttraining und Ernährung Fett zu reduzieren.

Hier kannst Du lesen, was er über sein Programm erzählt:

„Ich heiße Sebastian Lander und bin Radprofi. Ich wurde 2012 dänischer Meister im Straßenradrennen.

Sport beherrscht mein Leben und das bedeutet, dass ich ungefähr 75-90 Stunden im Monat trainiere und ca. 150 Tage für Trainingslager und Rennen im Ausland bin.

Training hatte bei mir schon immer einen hohen Stellenwert und mir ist die Bedeutung von Intervalltraining bewusst, damit ich zum richtigen Zeitpunkt eine Topleistung abrufen kann oder auch einfach nur, um Ausdauer aufzubauen.

Mein ganz großes Problem war schon immer mein Gewicht. Wie viele bestimmt wissen, ist das Gewicht für einen Radprofi ausschlaggebend – für jedes Kilo zu viel wird man bestraft.

Ich habe ,Team Danmark’ kontaktiert, damit sie mir helfen. Ich habe natürlich schon oft versucht abzunehmen, aber immer ohne Erfolg. Ich war beim Ernährungsberater und habe einen Ernährungsplan bekommen.

Diesen Plan habe ich ungefähr zwei Monate befolgt, aber leider ohne großen Effekt. Ich habe kaum abgenommen und war die ganze Zeit unglaublich müde. Das ist nicht von Vorteil für jemand, der eine Menge Energie beim Training benötigt.

Ich habe schon immer im Winter Krafttraining gemacht, deswegen habe ich mich länger mit Kasper unterhalten und wir einigten uns darauf, dass er mir dabei helfen sollte, abzunehmen. Ich war schon recht skeptisch, weil es mir, wie gesagt, noch nie einfach gefallen war, Gewicht zu reduzieren.

Kasper stellte für mich einen Ernährungsplan zusammen, der ganz anders aussah als alle, die ich zuvor bekam. Ich sollte zum Beispiel Eier essen, wobei mir früher immer gesagt wurde, dass sich Eier zum Abnehmen nicht eignen würden.

Ich folgte also seinem Ernährungsplan und schon nach zwei bis drei Wochen konnte ich beobachten, dass mein Gewicht stabiler war, beziehungsweise in die richtige Richtung ging: nämlich NACH UNTEN.

Das hat mich motiviert und ich machte mit dem Programm weiter. Mein Ziel war es, vor der Weltmeisterschaft in Australien Anfang Oktober von 74-75 kg auf 71-72 kg zu kommen. Als ich endlich 71,5 kg erreichte, war ich überglücklich, dass Kasper geschafft hatte, woran andere gescheitert sind.

Also setzte ich den Ernährungsplan fort. Mein Gewicht war nun richtig stabil und ich glaubte, dass nichts mehr passieren würde. Im letzten Monat vor der WM verlor ich weitere 2 kg; als ich in Melbourne an der Startlinie stand, wo ich übrigens den 8. Platz belegte, wog ich 68 kg anstelle von 74-75 kg.

Das war genial! Mit diesem Gewicht waren die Pässe mit dem Rennrad leichter zu erklimmen und ich hatte auch im Alltag mehr Energie.“

Sebastian Lander – Radprofi, dänischer Meister 2012

Also wenn Radprofis nicht abnehmen können, trotz enormer Mengen an Trainingseinheiten bei einer Trainingsintensität, von der Du nur träumen kannst – weshalb glaubst Du dann immer noch, Deine Ziele lediglich mit ein bisschen „Herumsporteln“ erreichen zu können?

Denk darüber nach!

Im nächsten Teil vom Insider lassen wir „Anna Ausdauer“ und „Katharina Kraft“ in einem Wettkampf, basierend auf wissenschaftlichen Erkenntnissen, gegeneinander antreten.

Wer von unseren beiden Figuren verbrennt als erste fünf Kilo reines Fett?

Und wie lange dauert es?

Auf Dich warten einige große, vielleicht auch unangenehme, Überraschungen – je nachdem, wie Dein heutiges Training aussieht.

Bist Du bereit, Deinem Fett zu Leibe zu rücken und Deinen Traumkörper zu bekommen?

Es erfordert lediglich einen Klick auf den Knopf unten, um mit einer Mini-Ausbildung anzufangen und Dein eigener Experte in Sachen Ernährung und Training zu werden.

Die ersten Ergebnisse kannst Du nach nur 14 Tagen spüren, und in weniger als einem Monat bist Du bereit, Dein Training auf eigene Faust zu absolvieren.



Die besten Grüße,

Kasper und Joan
Personal Trainer und Gründer von Fortius Fitness